Startseite Achtung! Falle

Achtung! Falle

Beim täglichen Durchblättern der Postmappe im Regionalforstamt fällt auf, dass die Polizei oder Städte uns immer wieder die gleiche Art an Anzeigen schicken, die wir dann zu ahnden haben. Damit Sie zukünftig wissen, was Sie im und am Wald dürfen und was nicht, stelle ich Ihnen die häufigsten Verstöße vor.

Hunde:
Welcher Hundebesitzer genießt nicht einen ruhigen Spaziergang mit seinem Vierbeiner im nahegelegenden Waldstück an einem sonnigen Nachmittag? Doch die Stimmung kann schnell kippen, wenn der Hund unangeleint abseits des Waldweges unterwegs ist. Denn Hunde haben außerhalb von Waldwegen angeleint zu sein (§ 2 Abs. 3 Landesforstgesetz NRW).
Stöbert der Hund dann noch ein Stück Wild auf und hetzt es durch den Wald oder greift er einen anderen Hund eines Waldbesuchers an, kann dies noch mehr rechtliche Konsequenzen haben.

Veranstaltungen:
Wer einen Marathon, ein Mountainbike-Rennen oder ein Pfingstlager organisiert hat dies rechtzeitig vor dem Veranstaltungstermin dem zuständigen Regionalforstamt anzuzeigen (§ 2 Abs. 4 Landesforstgesetz NRW). Dies kann formlos geschehen, damit aber (lästige) Rückfragen vermieden werden, sollte zumindest ein Programmablauf und ganz wichtig, eine Karte mit den eingezeichneten Strecken dem Regionalforstamt zugesandt werden.
Wichtige Information: Das zuständige Regionalforstamt prüft nur, ob eine Gefahr durch die Veranstaltung auf den Wald bzw. eine Gefahr vom Wald auf die Veranstaltung ausgeht (öffentlich rechtlich). Der Waldbesitzer / die Waldbesitzerin als Grundstückseigentümer muss einer solchen Veranstaltung ebenfalls zustimmen. Daher ist vorab auch eine privatrechtliche Genehmigung einzuholen. Diese wird im Staatswald normalerweise mit der Genehmigung der Veranstaltung gleichzeitig erteilt.
Desweiteren können weitere Genehmigungen seitens der Unteren Landschaftsbehörde oder dem zuständigen Ordnungsamtes notwendig sein.

Feuer:
Das Anzünden und Unterhalten eines Osterfeuers, eines Brauchtumsfeuers oder einfach nur das gemütliche Grillen mit Freunden ist im Wald oder in einem Abstand von weniger als 100 Metern vom Waldrand entfernt außerhalb einer von der Forstbehörde genehmigten Anlage (z.B. eine Grillhütte) verboten (§ 47 Abs. 1 Landesforstgesetz NRW). Eine Befreiung von diesem Verbot kann nur das zuständige Regionalforstamt ausstellen. Auch hier sind meist weitere Genehmigungen der Unteren Landschaftsbehörde oder des zuständigen Ordnungsamtes notwendig.
Übrigens: Das Rauchen ist zwischen dem 1. März und 30. Oktober jeden Jahres verboten!

Auto:
Gerade an Landstraßen wird jede kleine Waldzuwegung genutzt, um sein Auto während eines kurzen Spazierganges zu parken. Doch wer im Wald fährt oder parkt, begeht eine Ordnungswidrigkeit gemäß § 3 Abs. 1 Landesforstgesetz NRW. Dies wird auch konsequent geahndet, denn die Waldwege haben zu jedem Zeitpunkt für die Rettungskräfte frei zu sein.

Abfall:
Das Entsorgen von Abfällen im Wald ist verboten (§ 6a Abs. 1 Landesforstgesetz NRW). Dies gilt auch für jede Form von Grünabfällen. Also, bitte werfen Sie ihren Rasenschnitt in die braune Tonne und nicht in den Wald. Wer glaubt, dass dies ein Kavaliersdelikt ist, irrt sich definitiv!

Wenn Sie sich die gerade aufgezählten Dinge zu Herzen nehmen und beachten, dann steht Ihnen ein entspannter und vorallem stressfreier Waldspaziergang bzw. Veranstaltung nichts entgegen.

Statistik
Heute31
Gestern140
Insgesamt69560
Wer ist online
Wir haben 24 Gäste online